Was gehört in den Lebenslauf eines Steuerfachangestellten?

Aufgeschlagenes Leder-Portfolio auf Eichenholzschreibtisch mit handgeschriebenen Notizen, Bleistift, Taschenrechner und Steuerdokumenten im warmen Licht.

Ein überzeugender Lebenslauf für Steuerfachangestellte enthält eine klar strukturierte Berufserfahrung, relevante Fachkenntnisse wie DATEV-Kenntnisse und Steuerrecht, eine vollständige Ausbildungsübersicht sowie ein ansprechendes, übersichtliches Format. Der Lebenslauf sollte auf zwei Seiten passen und alle Informationen liefern, die ein Arbeitgeber braucht, um Sie als qualifizierte Fachkraft einzuschätzen. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um die Bewerbung als Steuerfachangestellte oder Steuerfachangestellter.

Welche Berufserfahrungen gehören unbedingt in den Lebenslauf?

In den Lebenslauf eines Steuerfachangestellten gehören alle relevanten Stationen aus der Steuerbranche, also Tätigkeiten in Steuerkanzleien, Steuerberatungsgesellschaften oder Finanzabteilungen von Unternehmen. Beschreiben Sie dabei nicht nur Ihre Position, sondern auch konkrete Aufgaben und Verantwortungsbereiche, die Ihren Mehrwert zeigen.

Für jede Berufserfahrung sollten Sie folgende Informationen angeben:

  • Berufsbezeichnung und Arbeitgeber
  • Beschäftigungszeitraum (Monat und Jahr)
  • Standort des Unternehmens
  • Drei bis fünf Stichpunkte zu Ihren konkreten Aufgaben

Typische Aufgaben, die Arbeitgeber bei der Berufserfahrung im Lebenslauf eines Steuerfachangestellten erwarten, sind zum Beispiel: die Erstellung von Jahresabschlüssen, die Bearbeitung von Steuererklärungen, die Finanzbuchhaltung, die Lohnabrechnung sowie die Kommunikation mit Finanzämtern. Wer bereits Erfahrung in der Mandantenberatung oder in bestimmten Steuerarten wie Umsatzsteuer oder Körperschaftsteuer gesammelt hat, sollte das ausdrücklich hervorheben.

Auch Praktika oder Werkstudententätigkeiten in der Steuerbranche sind relevant, besonders wenn Sie am Anfang Ihrer Karriere stehen. Stellen Sie die Erfahrungen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge dar, also beginnend mit der aktuellsten Position.

Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sollten Steuerfachangestellte angeben?

Steuerfachangestellte sollten im Lebenslauf sowohl fachliche Kenntnisse als auch überfachliche Fähigkeiten angeben. Zu den wichtigsten fachlichen Kenntnissen zählen DATEV-Kenntnisse, Erfahrungen mit Buchhaltungssoftware sowie fundiertes Wissen im deutschen Steuerrecht.

Konkret empfehlen sich folgende Fähigkeiten für Steuerfachangestellte im Lebenslauf:

  • DATEV (Buchführung, Steuern, Lohn und Gehalt)
  • MS Office, insbesondere Excel
  • Kenntnisse im Einkommensteuer-, Umsatzsteuer- und Körperschaftsteuerrecht
  • Jahresabschluss nach HGB
  • Lohnbuchhaltung und Gehaltsabrechnung
  • Erfahrung mit ELSTER und digitalem Belegmanagement

Neben den fachlichen Kenntnissen sind auch sogenannte Soft Skills gefragt. Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Diskretion im Umgang mit sensiblen Mandantendaten und eine strukturierte Arbeitsweise sind Eigenschaften, die Arbeitgeber in der Steuerbranche besonders schätzen. Diese Fähigkeiten können Sie kurz im Lebenslauf oder im Anschreiben erwähnen, sollten sie aber nicht einfach auflisten, ohne einen Bezug zu Ihrer Arbeit herzustellen.

Wenn Sie Ihren Lebenslauf erstellen möchten, hilft es, die Kenntnisse in zwei Blöcke zu unterteilen: einen für IT- und Softwarekenntnisse und einen für fachliches Steuer- und Rechnungslegungswissen. Das macht den Lebenslauf übersichtlicher und leichter scannbar.

Wie sollte die Ausbildung im Lebenslauf dargestellt werden?

Die Ausbildung im Lebenslauf eines Steuerfachangestellten sollte klar und vollständig dargestellt werden. Nennen Sie die Ausbildungsbezeichnung, den Ausbildungsbetrieb, die Berufsschule sowie den Zeitraum und den Abschluss. Wer zusätzliche Qualifikationen erworben hat, gibt diese direkt darunter an.

Ein typischer Ausbildungsblock sieht so aus:

  • Ausbildungsbezeichnung: Steuerfachangestellte/r
  • Ausbildungsbetrieb: Name der Kanzlei, Ort
  • Berufsschule: Name und Ort
  • Zeitraum: z. B. August 2020 bis Juli 2023
  • Abschlussnote (optional, aber empfehlenswert bei guten Ergebnissen)

Wer nach der Ausbildung eine Weiterbildung absolviert hat, etwa zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter, sollte diese direkt über der Ausbildung eintragen, da der Lebenslauf umgekehrt chronologisch aufgebaut ist. Auch relevante Fortbildungen, zum Beispiel Seminare zu aktuellen Steuerrechtsänderungen oder DATEV-Schulungen, können im Abschnitt Weiterbildung aufgeführt werden.

Welches Format und welche Struktur sind für den Lebenslauf ideal?

Für die Bewerbung als Steuerfachangestellter empfiehlt sich ein tabellarischer Lebenslauf im DIN-A4-Format, der maximal zwei Seiten umfasst. Die Struktur sollte klar gegliedert sein, mit gut lesbarer Schrift, ausreichend Weißraum und einer einheitlichen Formatierung.

Eine bewährte Struktur für den Lebenslauf sieht folgendermaßen aus:

  1. Persönliche Daten (Name, Kontakt, ggf. Foto)
  2. Berufserfahrung (umgekehrt chronologisch)
  3. Ausbildung und Weiterbildungen
  4. Kenntnisse und Fähigkeiten
  5. Sprachen
  6. Sonstige Angaben (z. B. ehrenamtliches Engagement)

Verwenden Sie eine serifenlose Schrift wie Arial oder Calibri in Größe 10 bis 12. Halten Sie Abstände konsistent und setzen Sie Fettdruck gezielt ein, um Berufsbezeichnungen oder Arbeitgeber hervorzuheben. Ein professionelles Bewerbungsfoto ist in Deutschland nach wie vor üblich, aber nicht zwingend erforderlich.

Wer sich auf eine Stelle als Lebenslauf Steuerberater-Assistent oder in einer größeren Kanzlei bewirbt, kann den Lebenslauf durch ein kurzes Profil am Anfang ergänzen. Dieses Profil fasst in zwei bis drei Sätzen zusammen, wer Sie sind und was Sie auszeichnet.

Welche häufigen Fehler sollten Steuerfachangestellte im Lebenslauf vermeiden?

Die häufigsten Fehler im Lebenslauf von Steuerfachangestellten sind fehlende Konkretheit bei Aufgabenbeschreibungen, unklare Zeitangaben, veraltete Softwarekenntnisse und ein unübersichtliches Layout. Diese Fehler können dazu führen, dass Ihr Lebenslauf im Stapel untergeht, obwohl Sie fachlich gut geeignet sind.

Vermeiden Sie insbesondere folgende Fehler:

  • Zu allgemeine Formulierungen: Schreiben Sie nicht nur „Buchhaltung“, sondern „Erstellung von Monats- und Jahresabschlüssen nach HGB für mittelständische Mandanten“.
  • Lücken ohne Erklärung: Zeitliche Lücken im Lebenslauf fallen auf. Wenn es eine Elternzeit, Weiterbildung oder Erkrankung gab, können Sie das kurz und sachlich vermerken.
  • Veraltete Software: Wer noch mit DATEV-Versionen von vor zehn Jahren arbeitet und keine aktuellen Kenntnisse nachweist, wirkt weniger zeitgemäß.
  • Rechtschreibfehler: Gerade in einem Beruf, der Präzision erfordert, sind Tippfehler im Lebenslauf besonders negativ.
  • Zu viele oder zu wenige Informationen: Ein einseitiger Lebenslauf mit zehn Jahren Erfahrung wirkt unvollständig. Drei Seiten mit allen Details überfordern den Leser.

Lassen Sie Ihren Lebenslauf vor dem Versenden von einer weiteren Person Korrektur lesen. Ein frischer Blick findet Fehler, die man nach mehrmaligem Lesen selbst übersieht.

Wann lohnt es sich, den Lebenslauf professionell überarbeiten zu lassen?

Eine professionelle Überarbeitung des Lebenslaufs lohnt sich, wenn Sie trotz guter Qualifikationen keine Rückmeldungen auf Bewerbungen erhalten, einen größeren Karriereschritt planen oder nach längerer Pause wieder in den Arbeitsmarkt einsteigen. In diesen Situationen kann ein Expertenfeedback den Unterschied machen.

Konkrete Situationen, in denen professionelle Unterstützung sinnvoll ist:

  • Sie bewerben sich auf eine Führungsposition und möchten Ihren Lebenslauf entsprechend positionieren.
  • Sie wechseln von einer kleinen Kanzlei in ein großes Unternehmen oder umgekehrt.
  • Sie sind unsicher, welche Ihrer Erfahrungen für die Zielstelle am relevantesten sind.
  • Ihre bisherigen Bewerbungen haben keine oder nur wenige positive Rückmeldungen gebracht.

Wer aktiv auf Jobsuche ist, kann außerdem aktuelle Stellenangebote gezielt prüfen und den Lebenslauf auf die jeweiligen Anforderungen abstimmen. Das erhöht die Trefferquote deutlich, weil Sie nicht einen generischen Lebenslauf verschicken, sondern einen, der zur ausgeschriebenen Stelle passt.

Wie wir bei TOPSTEP Steuerfachangestellten bei der Bewerbung helfen

Wir bei TOPSTEP unterstützen Fach- und Führungskräfte dabei, den nächsten Karriereschritt zu machen, und das vollständig kostenlos. Wenn Sie als Steuerfachangestellte oder Steuerfachangestellter eine neue Stelle suchen, begleiten wir Sie von der ersten Beratung bis zum Vertragsabschluss.

Das bieten wir Ihnen konkret:

  • Persönliches Feedback zu Ihrem Lebenslauf und Ihrer Bewerbungsunterlagen
  • Zugang zu passenden Stellenangeboten in der Steuer- und Finanzbranche, auch zu nicht öffentlich ausgeschriebenen Positionen
  • Beratung durch Career Manager, die Ihre Branche und Ihre Positionsart kennen
  • Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und Unterstützung bei der Gehaltsverhandlung

Wenn Sie bereit sind, Ihre nächste Karrierestufe zu nehmen, starten Sie jetzt: Erstellen Sie Ihren Lebenslauf mit unserem kostenlosen Lebenslaufgenerator oder nehmen Sie direkt Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen.

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Wir sind gerne jederzeit für Sie da – vor, während und natürlich auch nach Ihrem Bewerbungsprozess.

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