Der Lebenslauf ist oft das Erste, was ein Unternehmen von Ihnen sieht. Deshalb lohnt es sich, jeden Abschnitt bewusst zu gestalten, besonders den Bildungsweg. Viele Bewerberinnen und Bewerber fragen sich, ob die Ausbildungsstationen in einer bestimmten Reihenfolge aufgelistet werden müssen, was hineingehört und wie man mit einem nicht geradlinigen Werdegang umgeht. Die folgenden Antworten helfen Ihnen, Ihren Lebenslauf Bildungsweg klar, überzeugend und professionell aufzubauen.
Im Lebenslauf bedeutet chronologisch, dass Sie Ihre Stationen vom ältesten zum neuesten Eintrag auflisten, also von der Grundschule bis zum letzten Abschluss. Antichronologisch ist das genaue Gegenteil: Sie beginnen mit dem aktuellsten oder höchsten Abschluss und arbeiten sich rückwärts vor. Im deutschsprachigen Raum ist die antichronologische Reihenfolge heute der Standard.
Der Grund dafür ist einfach: Personalverantwortliche lesen Lebensläufe schnell und wollen sofort sehen, was Sie zuletzt gemacht haben. Wenn Ihr Masterstudium oder Ihre letzte Berufsausbildung ganz oben steht, sparen Sie dem Leser Zeit und heben das Relevanteste hervor. Die Grundschule interessiert in den meisten Bewerbungssituationen niemanden mehr, sollte aber der Vollständigkeit halber trotzdem am Ende des Abschnitts erscheinen.
Den Bildungsweg im Lebenslauf ordnen Sie antichronologisch, also vom höchsten oder jüngsten Abschluss rückwärts bis zur Schulzeit. Jeder Eintrag enthält den Zeitraum (Monat und Jahr), die Bezeichnung des Abschlusses oder der Ausbildung sowie den Namen der Bildungseinrichtung und den Ort.
Ein typischer Aufbau sieht so aus:
Optional können Sie bei Hochschulabschlüssen die Abschlussnote oder das Thema Ihrer Abschlussarbeit ergänzen, wenn beides für die ausgeschriebene Stelle relevant ist. Bei Schulabschlüssen reicht in der Regel die Angabe des Abiturs oder des Realschulabschlusses mit Note. Lehrjahre und Ausbildungsabschlüsse gehören ebenfalls in diesen Abschnitt, sofern sie keine eigene Rubrik bekommen.
In den Lebenslauf gehören alle Bildungsstationen, die für Ihre berufliche Qualifikation relevant sind. Dazu zählen Schulabschlüsse ab dem mittleren Bildungsabschluss, abgeschlossene Berufsausbildungen, Hochschulstudien sowie relevante Weiterbildungen, Zertifikate und Zusatzqualifikationen. Die Grundschule wird nur dann aufgeführt, wenn keine weiteren Abschlüsse vorhanden sind.
Im Einzelnen empfiehlt sich folgende Auswahl:
Was Sie weglassen können: Kurse ohne anerkannten Abschluss, die keinen Mehrwert für die Stelle bieten, sowie Schulpraktika oder Nachhilfetätigkeiten, die besser in den Abschnitt Berufserfahrung oder Praktika passen.
Ein nicht geradliniger Bildungsweg ist kein Nachteil, wenn Sie ihn richtig darstellen. Abgebrochene Studiengänge, Fachrichtungswechsel oder längere Pausen lassen sich im Lebenslauf sachlich und transparent aufführen, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Entscheidend ist, dass keine unerklärten Lücken entstehen.
Ein abgebrochenes Studium müssen Sie nicht verschweigen. Führen Sie es mit dem Zeitraum und dem Hinweis „ohne Abschluss“ oder „Studium nicht abgeschlossen“ auf. Wenn Sie relevante Kenntnisse oder Teilleistungen erworben haben, können Sie diese kurz benennen. Viele Arbeitgeber schätzen die Ehrlichkeit und sehen in einem Studienwechsel oft eine bewusste Entscheidung für einen passenderen Weg.
Längere Pausen zwischen Bildungsstationen, etwa durch Auslandsaufenthalte, familiäre Gründe oder gesundheitliche Auszeiten, müssen nicht ausführlich erklärt werden. Eine kurze, sachliche Angabe wie „Auslandsaufenthalt, Australien“ oder „Familienzeit“ im Lebenslauf reicht aus. Im Vorstellungsgespräch können Sie dann bei Bedarf mehr erzählen.
Die häufigsten Fehler beim Bildungsweg im Lebenslauf sind unvollständige Zeitangaben, fehlende Abschlussbezeichnungen, das Weglassen relevanter Weiterbildungen und die falsche Reihenfolge. Auch zu viele oder zu wenige Details können den Abschnitt schwächen.
Hier sind die Fehler, die Bewerberinnen und Bewerber am häufigsten machen:
Ein sauber strukturierter Bildungsabschnitt signalisiert nicht nur fachliche Qualifikation, sondern auch Sorgfalt und Professionalität, zwei Eigenschaften, die jeder Arbeitgeber schätzt.
Ein überzeugender Lebenslauf ist mehr als eine Liste von Stationen. Er erzählt Ihre berufliche Geschichte, und das beginnt mit einem klar strukturierten Bildungsweg. Wir unterstützen Sie dabei, Ihren Lebenslauf so aufzubauen, dass er bei Personalverantwortlichen sofort einen guten Eindruck hinterlässt.
Wenn Sie Fragen zu Ihrem Lebenslauf haben oder wissen möchten, welche Stellen zu Ihrem Profil passen, freuen wir uns auf ein Beratungsgespräch mit Ihnen.
(0)30 516 958 30
Mo. - Fr. von 09:00 – 18:00 Uhr
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